Unbestimmt [Niederlassungen]
Deutschland - Brandenburg
Besitzungen in Bleyen
Zum Verwaltungszentrum der Komturei Lietzen gehörte auch Besitz in Bleyen, unmittelbar an der Oder gelegen, ca. 1.000 m von der Mündung der Warthe in die Oder entfernt.
Ein Gebiet das heute als Oderbruch bekannt ist, damals jedoch noch nicht trocken gelegt war.

Vermutlich wird es sich um eine Hofstelle gehandelt haben mit zugehörigem Ackerland.
Durch die unmittelbare Odernähe wird es hier häufig zu Überschwemmungen gekommen sein. Eine Eindeichung existierte damals noch nicht, die Hofstelle befand sich zwischen verschiedenen Armen der Oder, die zudem jährlich ihren Lauf änderten.
Haupteinkunftsquelle waren Fischerei (hauptsächlich Blei – daher der Name) und Weidewirtschaft.

Nach der Auflösung des Templerordens kam Bleyen in den Besitz der Johanniter. Hier ist es in einem Bestandsverzeichnis aus dem Jahre 1460 noch nachweisbar. Die Johanniter verkauften diesen Besitz im Jahre 1556 an den Markgrafen Hans von Küstrin, womit Bleyen zur Neumark kam.

Wie gering die Bedeutung dieses Besitzes gewesen sein muss, mag die Einwohnerzahl aus dem Jahre 1939 verdeutlichen: 298 – und dies, nachdem das vormalige Bleyen mit den Dörfern Neu Drewitz und Neu Schaumburg zur Landgemeinde Altbleyen verschmolzen wurde.


Quellen:
Im Internet: http://www.amt-golzow.de/amt_gemeinden/genschmar/geschichte_gensch.html

Text: Frank Köhler