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Kirche
Die Kirche in dem Ort Tempelberg wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. An
der Ostseite finden wir, wie an so vielen anderen Templerkirchen, eine halbrunde Apsis. Der
Templerorden kam wohl durch eine Schenkung des Herzogs von Schlesien, Heinrich I., in den Besitz
dieses Landes. Diese Schenkung fand wahrscheinlich vor 1229 statt und umfasste 300 Hufen Land
westlich der Oder. Komtureisitz wurde der Ort Lietzen.
Die älteste urkundliche Erwähnung des Dorfes Tempelberg finden wir in einem Dokument aus
dem Jahr 1244. In dieser Urkunde bestätigte Bischof Heinrich von Lebus den Templern ihren Besitz.
Im 18. Jahrhundert wurden auch an der Kirche von Tempelberg bauliche Veränderungen vorgenommen.
An der Südseite wurde eine Vorhalle aus Ziegelsteinen mit einem Aufgang zum Patronatsstuhl
angebaut. Die Fenster wurden vergrößert und die Kirche verputzt. Ebenfalls wurden die
Turmobergeschosse erneuert. Das Pyramidendach erhielt die Kirche dann im Jahr 1801. 1874 und dann
1957 wurde die Kirche renoviert.
In den Jahren 1982/83 wurde das Kupferdach des Kirchenturms erbaut. Zwei der Kirchenglocken sollen
noch aus dem 14. Jahrhundert stammen, also aus der Zeit des Johanniterordens, an den auch das
Dorf Tempelberg nach der Auflösung des Templerordens fiel.
Im Innern der Kirche erinnert nichts mehr an die Zeit der Templer und Johanniter. Das Templer- und
das Johanniterkreuz auf den Fensterscheiben in der Apsis sind eindeutig aus jüngerer Zeit.
Die Johanniter hatten das Dorf Tempelberg wohl ab 1412 an die Familie von Wulffen verlehnt. Von
dieser Familie befinden sich im Kircheninnern mehrere Grabsteine aus dem 17. und dem 18. Jahrhundert.
Von der Ost- und der Nordseite sieht die Kirche am besten aus. Der Blick von der Südseite wird
leider durch den verputzten Anbau getrübt. An der Westseite hat die Kirche ebenfalls einen
grauen Verputz.
Interessant sind die Seen um die Kirche von Tempelberg. So dürfte wohl der Ordenssitz von Norden
durch eine Mauer und von den anderen Seiten durch die Seen geschützt gewesen sein. Der einzige
Zugang dürfte von Süden her gewesen sein, wo er auch noch heute ist.
Die Informationen stammen von einem Aushang an der Dorfkirche von Tempelberg.
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