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Basilika St. Johannis in Süpplingenburg
Damals an einer der wichtigsten Straßen Deutschlands gelegen, die vom Rhein über die mit
Lothar von Süpplingenburg verbundene Stadt Königslutter an die Elbe und von dort nach Osten
bis nach Magdeburg, dem Sitz des Erzbischofs, und schließlich nach Brandenburg verlief, findet sich die
Komturei Süpplingenburg.Die Ursprünge der Komturei gehen zurück in das Jahr 1130, als Lothar III. - Graf von Süpplingenburg und Herzog von Sachsen, Deutscher König seit dem 30. August 1125, zum Kaiser gekrönt im Jahre 1133 - an seinem Stammsitz - einer Wasserburg - den Grundstein zu einer Stiftskirche legte, die 1140 vollendet wurde. Der Kollegiatstift und die Burg kamen um 1173 unter Heinrich dem Löwen, Herzog von Sachsen (dessen Großvater Lothar von Süpplingenburg war), in den Besitz des Templerordens. Die Komturei Süpplingenburg war lange Zeit Stammsitz des letzten Präzeptors der Deutschen Lande, Friedrich von Alvensleben, bevor er nach Zielenzig übersiedelte. Nach der Auflösung des Templerordens wurden die Konventsgebäude im Jahre 1357 an den Orden der Johanniter übergeben. In deren Besitz blieb die Komturei bis zum Jahre 1820. Der bauliche Zustand der Kirche soll so schlecht gewesen sein, dass sogar ein Abriss erwogen wurde. Seit 1838 wurde die Kirche als Pfarrkirche genutzt. Von 1838 bis 1843 erfolgte eine umfangreiche Renovierung des Kirchengebäudes. 1875 begann der Abbruch der Burg- und Konventsgebäude. Weitere umfangreiche Restaurierungen und bauliche Arbeiten fanden von 1878 bis 1883 sowie zuletzt von 1966 bis 1975 statt. Auf diese Arbeiten gehen z.B. die Ausmalungen an der Decke sowie der Einbau des farbigen Ostfensters zurück. 1994 kam als letztes der Einbau der Orgel hinzu. Die Kirche wurde - in der Blütezeit der sächsischen Architektur - als Pfeilerbasilika über kreuzförmigen Grundriss errichtet. Der gesamte Ostteil stammt noch aus dem 12. Jahrhundert: das Querhaus mit den Nebenapsiden sowie die Krypta unter dem rechteckigen Chor. Einen Eindruck von der einstigen Pracht vermittelt die zur gleichen Zeit in Königslutter errichtete Stiftskirche St. Peter und Paul, die zugleich die Grablege von Lothar III. von Süpplingenburg ist. Auffallend ist die völlig neuartige monumentale Auswölbung des Ostteils der Kirche. Die Ausführung geschah in Form eines Baldachingewölbes, das durch ein System von Säulengliedern gestützt wird. Die Säulen im Inneren der Kirche sind mit prachtvollen Kapitellen verziert. Von der Burganlage selbst ist nichts erhalten; selbst der Wasserlauf, der als Schutz für die Burg diente, wurde verfüllt. Ein (historischer) Friedhof existiert ebenfalls nicht mehr. |
![]() ![]() Außenansicht der Basilika St. Johannis
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Text und Bilder: Frank Köhler
Literatur zur Niederlassung:
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