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Kirche
In landschaftlich reizvoller Umgebung, von Seen und Hügeln umgeben, liegt die Komturei Lietzen.
Im Besitz des Templerordens war die Gegend seit dem Jahre 1229. 1232 entstand die Komturei mit einem
ummauerten Hof. Ein Teil der Ringsmauer ist heute noch erhalten.Die noch erhaltene einschiffige Komtureikirche hat ihren Ursprung im 13. Jahrhundert. Die älteste Bausubstanz besteht aus Granitmauerwerk. Die ursprünglich romanischen Rundbogenfenster sind als vermauerte Nischen an der Süd- und Nordseite des Gebäudes noch erkennbar. Der fünfseitige Ostschluß mit den äußeren Strebepfeilern aus Backstein, das Gewölbe im Schiff und die größeren spitzbogigen Fenster stammen aus dem 15. Jahrhundert. Im Innern hat die Kirche heute ein barockes Aussehen. Nur eine Grabplatte aus der Zeit der Templer ist noch erhalten. Es ist die Grabplatte des Chorherrn der Magdeburger St. Sebastian Kirche, Johannes de Neindorf, gestorben 1276. Wobei mir nicht bekannt ist, ob diese Person in der Kirche begraben wurde bzw. wie er (wenn überhaupt) mit den Templern in Verbindung stand. Der noch erhaltene große steinerne Speicher stammt aus dem Jahr 1290. Der in Holz ausgeführte und noch erhaltene Innenausbau ist ein Spiegelbild der damaligen Handwerkskunst. Nach der Auflösung des Templerordens kam die Komturei Lietzen mit dem größten Teil seiner Besitzungen in die Verwaltung der Johanniter. Im Zuge der Säkularisierung wurde die Komturei 1810 preußisches Eigentum und kam im Jahre 1814 durch königliche Schenkung in den Besitz der Standesherrschaft des Staatskanzlers Fürst Hardenberg. 1944 wurde die Familie Hardenberg wegen der Teilnahme des Grafen Carl-Hans von Hardenberg am Stauffenberg-Attentat enteignet. Die Ländereien unterlagen 1945 der Bodenreform. 1993 wurde die Komturei an die Familie von Hardenberg durch Restitution zurück übertragen. Zur Komturei Lietzen gehörten noch die Dörfer Werbig, Marxdorf, Heinersdorf, Tempelberg, Neuentempel und (vermutlich) Dolgelin. Sowie wahrscheinlich Bleyen. Quellen: Im Internet: http://www.komturei-lietzen.de |
![]() ![]() Die Kirche - Außenansicht |
Text: Heiko Walther und
Frank Köhler
Bilder: Heiko Walther