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Deutschland - Rheinland-Pfalz - Fürfeld
Kapelle in Hof Iben
Hof Iben wurde im 13. Jahrhundert als Wasserburg angelegt. Erstmals wurde sie 1258 als Komtureisitz der Armen Ritterschaft Christi vom Salomonischen Tempel erwähnt. Von der Burg ist heute nur noch die Kapelle erhalten, genauer gesagt der gotische Kapellenchor, der um 1240 erbaut wurde. Das wohl ältere romanische Langhaus wurde im 19.Jahrhundert abgerissen.

Nach der Auflösung des Ordens im Jahre 1312 ging die Burg an die Raugrafen von Altenbaumburg. Von 1362 bis 1558 waren die Marschälle von Waldeck die Besitzer. Danach gehörte das Anwesen den Herren von Kronberg. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ging es in bäuerlichen Besitz über und verlor durch viele Umbauten den Charakter einer Wasserburg. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war wohl noch der heute nicht mehr existierende Wassergraben vorhanden. 1870 erwarb das Großherzogtum Hessen-Darmstadt den gotischen Chor und konnte ihn in der Form der heutigen Kapelle erhalten.

Architektonisch besteht eine Verwandschaft zu der Liebfrauenkirche in Trier, der Elisabethenkirche in Marburg und der Kathedrale zu Reims. Da auch eine Verwandschaft zu Architekturfragmenten des Mainzer Doms besteht, wird vermutet, daß der Baumeister von Iben ein Mitarbeiter des berühmten 'Naumburger Meisters' war, der 1239 den Westlettner des Mainzer Doms vollendete. Weiterhin vermutet man, daß beide zuvor an der Kathedrale von Reims mit gearbeitet haben.


Eingang von Hof Iben
mit Blick auf die Kapelle


Turm der Kapelle


Eingang der Kapelle


Westfenster


Innenansicht


Westfenster


Deckenbögen mit Abschlußsteinen


Das Lamm Gottes mit dem Templerkreuz

 
Literatur zur Kapelle:
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