Im 19. Jahrhundert bezeichneten Maler (z. B.: BACHARACH. Ansicht mit Templer-Kirche. Lithographie von Schott nach Lange, um 1840) die St.-Peters-Kirche irrigerweise als "Tempelherrenhof".
Templergut
Zwischen Pfarrhof und St.-Peters-Kirche, unterhalb der Wernerkapelle, stand als Teil des Pfarrhofes die St.
Michael-Kirche. Pfarrer Gerhard Samuel Hilgard, der von 1748-1760 zweiter Pfarrer in Bacharach war, berichtet
nicht von einer St. Michael-Kapelle, die zum Pfarrhof gehörte, sondern von einer "Nicolai Kapelle", die an
dem Pfarrhof auf dem Kirchhof steht, "von den Geistlichen zu ihren Diensten gebaut".
Die Legende, der heutige Posthof sei einst Templergut gewesen, ist dem Unterhaltungsschriftsteller W. O. von Horn
zuzuschreiben. Er vermutete, ohne Angabe von Gründen, in Bezug auf die einstige St.-Michael-Kapelle, dass der
Erzengel Michael Schutzpatron der Geistlichen, die einst im Posthof gelebt hatten, gewesen sei und diese
folglich dem streitbaren Orden der Tempelritter angehört hatten.